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Bürgerinitiative |
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Lernpark „Untere Hub“
Ökologisches Lehr- und Schulungszentrum

Arbeitsgruppe: Friedrich Benedict / Jürgen Irion / Roland Kullmann
/ Michael Labinsky
c/o Jürgen Irion, Dipl.Ing (FH)
Schopfheimer Straße
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e-mail:j.r.irion@t-online.de
www.untere-hub.de
Inhaltsverzeichnis
Exposé
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Vorgeschichte |
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Alternative für die Zukunft |
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Projektziele |
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Projektnutzen |
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Betreiber, Berater, Finanzierung |
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Lage
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Das zu schützende
Landschaftsgebiet „Untere Hub“ liegt am Nordrand von Karlsruhe - Durlach. Es
wird im Norden von der Nordtangente (nördliche Umgehungsstraße von
Karlsruhe), im Osten von der B 10 (Umgehung Durlach) und im Westen teilweise
von der BAB A5 begrenzt. Die restlichen Grenzen stoßen an Vereine,
Kleingartenanlagen, an den Fluss Pfinz und an das Landschaftsschutzgebiet
„Elfmorgenbruch.“ Das Gesamtgebiet einschließlich der Vereinsanlagen ist rd.
50 ha groß und das letzte Grüngebiet im Norden von Durlach. Es wird von den
Bürgern intensiv als Naherholungsgebiet genutzt
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Die „Untere Hub“ – Frischluftschneise für Winde aus dem Pfinztal Klimatische Bedeutung Im Regionalplan Mittlerer Oberrhein, genehmigt
durch das Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg am 17.02.2003, sind über
20 ha dieses Gebietes als Grünzäsur
und ein weiterer Teil als Landwirtschaftsfläche ausgewiesen. Beide Flächen
sind Bestandteil des Regionalen Grünzugs
Karlsruhe-Durlach-Grötzingen-Berghausen-Pforzheim. Dieser Grünzug fungiert in klimatischer Hinsicht
als Kaltluft-Entstehungsgebiet und
versorgt Durlach und die Oststadt mit dem abendlichen, kühlen „Pfinztäler“
(Wind). Außerdem ist es im Regionalplan als Vorbehaltsgebiet bei Katastrophenhochwasser der Pfinz
ausgewiesen. Durch
diese Klassifizierung, die einer weiteren Beeinträchtigung der Wohnqualität
in den angrenzenden Stadtteilen vorbeugen soll, ist das Gebiet vor
städtebaulichen Eingriffen grundsätzlich geschützt. |
Gleichzeitig mit der Genehmigung des gültigen Regionalplans
2003 stellte die Stadtverwaltung Karlsruhe den Antrag zur Umwandlung der Hub in
ein Gewerbegebiet. Diesem Antrag stimmten die Mitglieder des RVMO
(Regionalverband Mittlerer Oberrhein) im Februar 2004 unter erheblichen
Bedenken zu.
Die Stadt Karlsruhe gab parallel dazu mehrere Gutachten, u. a. ein Klimagutachten in Auftrag. Das Ergebnis dieser Gutachten wurde bisher noch nicht veröffentlicht.
Die klimatische Bedeutung der Hub für die
angrenzenden Stadtteile wird bereits in einem Gutachten aus dem Jahr 1995
hervorgehoben.
Die Stadt Karlsruhe verfügt z. Zt. gemäß Angaben der
Wirtschaftsförderung Karlsruhe
über 675.000 m² (Stand: 10. Mai 2006) direkt verfügbare Gewerbeflächen. In
Zusammenarbeit mit dem Nachbarschaftsverband besteht sogar ein Überangebot an
Gewerbeflächen in unserer Region.
Ein zentrales Thema im Masterplan
2015 der Stadt Karlsruhe ist die
Lebensqualität aller Stadtteile. Im Handlungsfeld
„Umwelt“ wird festgeschrieben, dass das derzeitige Niveau gehalten und
jedem Karlsruher gute und saubere Luft gewährt werden soll.
Die Bürgerinitiative „Naturschutz Untere Hub“ engagiert sich für dieses
Ziel.
Die Stadtverwaltung Karlsruhe verfolgt mit der vorgesehenen
Erweiterung zum Gewerbegebiet ökonomische Ziele. Damit einhergehende Nachteile
für die Wohnqualität in den angrenzenden Stadtteilen werden dabei nicht
ausreichend berücksichtigt.
In einer Unterschriftenaktion hatten deshalb ca. 5.500 betroffene Bürger im Sommer
2004 ein klares Votum für den Erhalt der Hub als Grünzäsur abgegeben.
Das vorliegende
Konzept stellt eine umweltbewusste Alternative zum Gewerbegebiet dar.
Diese Alternative ist für die Bürger von gesundheitlichem
Nutzen und für das Stadtklima von erheblicher Bedeutung.
Die Erhaltung und Aufwertung des Grünzuges dient auch als Ausgleichsmaßnahme für die Emissionen
der Nordtangente im Bereich Durlach
und dem damit verbundenen Umbau der B10
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Autobahnausfahrt Karlsruhe-Nord, Nordtangente und Umbau der Umgehungsstraße Durlach (B10)
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Lernpark „Untere Hub“
Einleitung
Die in den Medien publizierten Ideen zur Nutzung der
„Unteren Hub“ unterstreichen die Begehrlichkeiten unterschiedlicher
Interessengruppen. Sie verkennen jedoch, dass es für eine gewerbliche Nutzung derzeit keinerlei
planungsrechtliche Grundlagen gibt.
Die BI „Untere Hub“ stellt diesen Spekulationen ein
umweltbewusstes Konzept entgegen, das der breiten Bevölkerung nachhaltigen
Nutzen bringen kann. Es erfüllt dabei alle Funktionen der im Regionalplan 2003
festgeschriebenen Schutzflächen (Grünzäsur und Regionaler Grünzug). Es ist zu
erwarten, dass dadurch wünschenswerte Verbesserungen im Stadtklima erreicht
werden.
Karlsruhe würde mit dem Lernpark „Untere Hub“ - am Fuße des Turmbergs - ein Pendant zum Rheinauenpark erhalten, das dem Gedanken der Grünverbindung „Von Durlach bis zum Rhein“ Rechnung trägt.
Zielsetzung
Durch den Lernpark wird es möglich, „auf eigene
Faust" oder unter „fachlicher Anleitung“ mehr über Ursachen und Wirkungen
des Strukturwandels zu erfahren und Einblicke in eine zeitgemäße Landwirtschaft
zu erhalten.
Ein entsprechender Lehrpfad, angefangen von den
beiden Wasserlehrpfaden über die Aktionsflächen bis zum Heilpflanzengarten, ist
ein zentraler Baustein im Konzept des Lernparks „Untere Hub“.
Umsetzung
Der
Lernpark „Untere Hub“ besteht aus folgenden Abschnitten:
1. Ökologisches Lehr- und Schulungszentrum
aufgeteilt
in
2. Flächen und Anlagen
Eine Gartenlandschaft, die im Zusammenhang mit dem
geplanten Reiterhof Lenzenhub eine Einheit mit den bestehenden Vereinen bildet.
3. Gestaltungsvarianten
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Windkraftanlage / Wasserhebeanlage |
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Schnecken-Pumpwerk |
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Streuobst-Allee |
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Feucht-Biotop |
An verschiedenen
Stationen (Infopunkte) werden
jeweils einzelne Teilbereiche der Gesamtpalette anschaulich dargestellt. Auf
diese Weise erhalten die Besucher Einblick in Geschichte, Entwicklung und Arbeit
der Landwirtschaft und lernen die Zusammenhänge landwirtschaftlicher Produktion
und deren Probleme kennen.
Für einzelne Aktionsflächen sollen
Schulklassen Patenschaften übernehmen und im Rahmen von Projektgruppenarbeit diese Flächen von
der Aussaat bis zur Ernte bewirtschaften und betreuen.
4. Vereine und Freizeiteinrichtungen
Weiterhin müssen Möglichkeiten geschaffen werden, um den
bestehenden und seit Jahrzehnten angesiedelten Vereinen genügend Aktionsraum zu
erhalten. Aufgrund der zunehmend beliebten Sportarten Reiten, Joggen, Walken
und Radfahren sollte diesen aktiven Sportgruppen zusätzlich vorbildliche
Wegesysteme angeboten werden. Das neu gestaltete Gelände bietet sich hierzu
einzigartig an.
Vorgesehen sind im Einzelnen für:
Reitsport: Reiter-Rundwegesystem
zum Ausreiten
Hundesport: Hundelaufwiesen
und Spazierwege
Angler: Angelplätze
und Unterstand mit Infotafel
Jogger und Walker: Laufwege
mit Unterständen
Radfahrer: Radwegverbindung von der Untermühlsiedlung
nach Durlach und Hagsfeld
Familien: Spazierwege
mit Ruhe- und Treffpunkten, die auch mit dem
Kinderwagen gefahrlos benutzt werden können.
Verkehrsanbindung
Erreichbar mit den Stadtbahnlinien S4 und S5 über die
Haltestelle „Hubstraße“.
Zum Bahnhof Durlach sind es 15 Min. zu Fuß.

S-Bahn Haltestelle „Untere - Hub“
Lernpark „Untere Hub“
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Projektziele Ausgehend von der
bereits früher öffentlich diskutierten Idee eines Schulbauernhofs als Zentrum
hat die Bürgerinitiative ein vielseitiges Szenario mit mehreren Hauptzielen
entwickelt. Modellhaft sollen ·
umweltfreundliche Landschaftskultur ·
ökologischer Landbau ·
artgerechte Tierhaltung und ·
erneuerbare Energien sowie ·
gesunde Ernährung demonstriert und pädagogisch-praktisch vermittelt
werden. Projektnutzen
Das
Projekt soll in Form, Darstellung und Originalität sowie in seinen Lernzielen
hochwertig angesiedelt sein. ·
Die gesamte „Untere Hub“
soll nachhaltig von Bebauung freigehalten werden. ·
Der Erholungswert soll
gesteigert werden. ·
Der Zugang für die
Durlacher Bürger soll attraktiver werden, indem das Pfinzgrün mit der „Grünen Hub“ verbunden
wird. ·
Die landwirtschaftliche
Nutzung und die Landschaftsgestaltung sollen
der Anschauung und
Vermittlung von Kenntnissen dienen, die im städtischen Umfeld häufig nicht angeboten werden. ·
Den Karlsruher Schulen
und Gymnasien, aber auch den Schulen und
Gymnasien
der Nachbargemeinden, soll eine Plattform für Projektarbeit geboten
werden. ·
Das pädagogische
Potential soll für alle Bevölkerungsgruppen, besonders für Kinder und Jugendliche,
eingesetzt werden. ·
Die Vereine sollen in
ihrer Existenz und Tätigkeit nicht eingeengt werden Karlsruhe soll sich auch in diesem Bereich als mustergültig hervortun.
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Betreiber, Berater
und Finanzierung
Betreiber
Der Betreiber kann eine Stiftung oder ein Trägerverein
sein. Die Federführung kann bei der Stadt Karlsruhe liegen, die auch im Besitz
der meisten Grundstücke ist. Der Betreiber vor Ort sollte ein entsprechend
ausgebildeter Landwirt sein, der durch den Betrieb eines Hofladens seine
wirtschaftliche Basis verbessern kann.
Diese Funktion kann von dem von der Stadt verkauften
Gutshof Lenzenhub, der zum Reiterhof umgebaut werden soll, übernommen werden.
Dadurch wird auch die Wirtschaftlichkeit des neuen Reiterhofes verbessert.
Eine Unterstützung durch Vereine und Ehrenamtliche sollte
angestrebt werden.
Berater
Es wird angeregt, die Zukunftsalternative einer „Grünen
Hub“ weiter zu entwickeln und die geeigneten Sponsoren dafür zu gewinnen.
Für Gestaltung und
Beratung: Stadt Karlsruhe mit der BI Naturschutz
„Untere Hub“
Universität Hohenheim mit der
Landwirtschaftlichen Versuchsanstalt Augustenberg
Ministerium für Ernährung und Ländlichen
Raum
Baden-Württemberg
Ministerium
für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg
Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-
Württemberg
Für Heilpflanzen: Ortsansässige
Arzneimittelhersteller
Für den
Schulungsbetrieb: Schulen, Gymnasien und Oberschulamt
Für den Betrieb: Reiterhof
und Firmen als Sponsoren
Finanzierung
Es wird angestrebt, dass die Umgestaltung des Gebietes und
die Finanzierung als Pilotprojekt von verschiedenen Stellen, Finanzquellen und
Sponsoren betrieben bzw. unterstützt wird.
Deutsche und europäische Fördertöpfe stellen für Projekte
dieser Art Mittel zur Verfügung. Einzelheiten hierzu werden noch recherchiert.
Karlsruhe, 21. Mai 2006 / Ir / FB / RK
www.untere-hub.de